Blog für Lebensfreude und Erfolg
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Selbstwirksamkeit stärken

 

Warum Selbstwirksamkeit so viel mit Lebensfreude zu tun hat:

Kennst du dieses Gefühl, wenn du etwas Schwieriges geschafft hast und innerlich denkst: „Okay, das habe ich hinbekommen“? Genau in solchen Momenten wächst etwas sehr Wertvolles in uns – unsere Selbstwirksamkeit.
Sie ist kein großes, abstraktes Konzept, sondern eine zutiefst menschliche Erfahrung, die entscheidend dafür ist, wie viel Lebensfreude wir empfinden.

 

Was bedeutet Selbstwirksamkeit eigentlich?

Der Begriff „Selbstwirksamkeit“ beschreibt die Überzeugung, dass wir durch unser eigenes Handeln etwas bewirken können. Es geht nicht darum, alles im Griff zu haben oder immer erfolgreich zu sein. Vielmehr geht es um das Vertrauen:
„Ich kann mit Herausforderungen umgehen. Ich habe Einfluss.“

Menschen mit hoher Selbstwirksamkeit glauben nicht, dass das Leben immer leicht ist. Aber sie sind überzeugt, dass sie selbst dann handlungsfähig bleiben, wenn es schwierig wird. Und genau das macht einen riesigen Unterschied – für unsere Motivation, unsere emotionale Stabilität und letztlich für unsere Lebensfreude.

 

Warum Selbstwirksamkeit Lebensfreude schafft

Wenn wir uns als wirksam erleben, fühlen wir uns weniger ausgeliefert. Wir geraten seltener in Grübelschleifen oder Ohnmachtsgefühle. Stattdessen entsteht innerlich Bewegung.
Wir probieren eher etwas aus, trauen uns Entscheidungen zu und können Rückschläge besser einordnen.

Fehlt dieses Gefühl, passiert oft das Gegenteil: Wir warten ab, zweifeln an uns selbst oder hoffen, dass sich Dinge „von allein“ lösen. Auf Dauer kostet das Energie – und Lebensfreude.

Selbstwirksamkeit wirkt also wie ein innerer Motor. Sie sagt uns: „Ich bin kein Spielball der Umstände. Ich bin Teil der Lösung.“

 

Wichtig zu wissen: Selbstwirksamkeit ist trainierbar

Die gute Nachricht: Selbstwirksamkeit ist keine feste Persönlichkeitseigenschaft. Niemand hat sie einfach „oder eben nicht“. Sie entsteht durch Erfahrungen – und lässt sich gezielt stärken.
Vor allem durch kleine, reale Erfolge. Nicht durch große Vorsätze oder perfekten Optimismus.

Unser Gehirn lernt durch Wiederholung: Handeln → Wirkung erleben → Vertrauen aufbauen.

Genau hier setzt das folgende Tool an.

 

Ein einfaches Tool für mehr Selbstwirksamkeit im Alltag

Ich nenne es die „3-Schritte-Wirksamkeitsübung“.
Sie ist bewusst simpel gehalten, denn Selbstwirksamkeit wächst nicht durch Komplexität, sondern durch Umsetzbarkeit.

 

Schritt 1: Wähle eine kleine, konkrete Handlung

Stell dir folgende Frage:
„Was liegt heute realistisch in meinem Einflussbereich?“

Wichtig ist, dass die Handlung:

  • klein ist
  • klar formuliert ist
  • tatsächlich von dir abhängt

Beispiele:

  • Ich gehe heute 10 Minuten spazieren.
  • Ich spreche ein Thema offen an.
  • Ich erledige eine Aufgabe, die ich schon länger vor mir herschiebe.

Nicht: „Ich will mich endlich besser fühlen“ – das ist zu unspezifisch.

 

Schritt 2: Setze die Handlung bewusst um

Mach die Handlung achtsam, nicht nebenbei.
Sag dir innerlich ruhig: „Ich entscheide mich jetzt bewusst dafür.“

Das klingt unscheinbar, ist aber entscheidend. Denn so verknüpft dein Gehirn die Handlung mit Eigenverantwortung – und nicht mit Automatismus oder Zufall.

 

Schritt 3: Anerkenne die Wirkung

Nach der Handlung nimm dir einen kurzen Moment und frage dich:

  • Was habe ich getan?
  • Was hat sich dadurch verändert – vielleicht nur minimal?
  • Was sagt das über meine Fähigkeit aus, etwas zu bewirken?

Dieser Schritt wird häufig übersprungen – und genau hier geht viel Potenzial verloren.
Selbstwirksamkeit wächst durch bewusste Anerkennung, nicht nur durch Tun.

Ein einfacher Satz reicht:
„Ich habe etwas getan – und das zählt.“

 

Warum dieses Tool wirkt

Die Übung kombiniert drei entscheidende Elemente:

  1. Eigenentscheidung
  2. konkretes Handeln
  3. bewusste Rückmeldung an dich selbst

So entsteht nach und nach ein inneres Vertrauen, das nicht auf Hoffnung basiert, sondern auf Erfahrung.
Mit jeder Wiederholung stärkst du das Gefühl: „Ich kann Einfluss nehmen – auch in kleinen Schritten.“

Und genau diese kleinen Schritte summieren sich. Sie verändern, wie du über dich denkst. Wie du Herausforderungen begegnest. Und wie viel Freude du dir selbst im Alltag erlaubst.

 

Zum Abschluss

Mehr Lebensfreude entsteht nicht dadurch, dass alles perfekt läuft.
Sie entsteht, wenn wir uns selbst als handlungsfähig erleben – mitten im echten Leben, mit all seinen Höhen und Tiefen.

Selbstwirksamkeit ist kein Ziel, das man erreicht.
Sie ist eine Haltung, die man übt.
Und jeder noch so kleine Schritt zählt.

Wenn du möchtest, kannst du heute damit anfangen. Nicht morgen. Nicht „irgendwann“.
Sondern jetzt – mit einer kleinen Entscheidung, die ganz bei dir liegt.

 

Ich wünsche dir die beste Zeit deines Lebens, immer :)

 

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© Marc Schormann